Klasse 7c - Sozialcurriculum (dritter Teil)

Die FRS Durlach führt während des Schuljahres drei Mal zu je zwei Tagen sogenannte Sozialcurriculum-Tage durch. An diesen Tagen geht es, wie der Name schon erahnen lässt, um Soziales.

Die Klasse 7c hat sich im dritten Teil des Sozialcurriculums besonders sozial engangiert: Nachdem wir im 2. Teil des Sozialcurriculums bereits schulintern Müll in ganz Durlach aufgesammelt hatten, nahm eine große Gruppe der 7c dieses Mal ganz offiziell zwei Tage lang an den Dreck-weg-Wochen der Stadt Karlsruhe teil.

Am ersten Tag sammelten wir Müll rund um die Schule, am zweiten Tag dehnten wir unser Gebiet bis z.B. zum Postamt aus. Dabei fiel uns auf, dass vor allem an Stellen, an denen Menschen warten, viel Müll liegt. Am meisten gesammelt haben wir unzählige Zigarettenkippen, Plastiktüten, Taschentücher, Zeitungen sowie Verpackungsmüll. Ein Lob erhielten wir von den Angestellten der Stadtreinigung und als wir vor einem Laden den Müll beseitigten, bekamen wir sogar Gummibärchen geschenkt.

Wir würden uns wünschen, dass die Menschen ihren Müll, aber vor allem ihre Zigarettenkippen, in die dafür vorgesehenen Müllbehälter werfen, denn gerade in Zigaretten sind über 7.000 Schadstoffe enthalten, die zu Umweltschäden führen – DER Umwelt, in der WIR leben wollen und müssen.

Eine kleinere Gruppe befand sich an beiden Tagen des Sozialcurriculums in der Wohn- & Pflegeeinrichtung „Anna-Leimbach-Haus“ in der Blumentorstraße.

Dort wurden wir freundlich begrüßt und am ersten Tag herumgeführt. Dann durften wir die BewohnerInnen zu einem hausinternen Konzert begleiten und drei von uns durften sogar selbst etwas vorsingen. Umso mehr freuten wir uns auf den darauffolgenden Tag. Nach unserer Ankunft wurden wir in Gruppen auf verschiedene Stationen aufgeteilt und durften mit den BewohnerInnen Brettspiele spielen und beim Gedächtnistraining dabei sein, was uns sehr viel Spaß gemacht hat. Ein Schüler unserer Klasse konnte sogar am Klavier einige Stücke zur Unterhaltung der BewohnerInnen spielen, was diese sehr freute. Nach 1,5 Stunden mussten wir leider wieder zurück zur Schule.

Wir haben viel gelernt an diesen beiden Tagen: Dass das Leben wertvoll ist, dass ein Wohn- & Pflegeheim die letzte Station für viele Menschen in unserer Gesellschaft ist, dass man im Alter manchmal etwas vergesslich werden kann, dass die BewohnerInnen sich über unseren Besuch sehr gefreut haben (wir haben zusammen viel gelacht), dass wir viel mehr Pflegefachkräfte in unserem Land benötigen und wir diese mit vollstem Respekt für ihre Arbeit behandeln sollten.

Ein großer Dank geht hier an die Pflegedienstleitung und an alle Menschen in dieser Einrichtung, die uns so herzlich empfangen und uns in diese besondere Welt Einblick gewährt haben. Der Besuch bei den Menschen dort hat uns so gefallen, dass wir auch weiterhin ins Anna-LeimbachHaus zu Besuch kommen wollen und dürfen. Wer auch Interesse an einem der beiden Projekte hat, kann sich gerne bei uns melden.